Nützliche Informationen für Sie

In dieser Rubrik wollen wir Ihnen nützliche und praktische Informationen mit Bezug auf den Brandschutz und Ihre persönliche Sicherheit geben, sowie Hinweise, wie Sie uns im Einsatz unterstützen können. Sollten Sie unsere Tipps interessant finden, schicken Sie die Links gerne weiter. Wir freuen uns auch auf Anregungen zu den Inhalten oder zu Themen die wir für Sie recherchieren dürfen.

 

Abkürzungen - im Feuerwehrwesen
Allgemeine Abkürzungen Fahrzeuge
ABC: atomare, biologische, chemische Gefahren AB: Abrollbehälter
AT: Angriffstrupp DLK: Drehleiter mit Korb
BayFwG: Bayerisches Feuerwehrgesetz ELW: Einsatzleitwagen
BF: Berufsfeuerwehr FLB: Feuerlöschboot
BMA: Brandmeldeanlage FLF: Flugfeldlöschfahrzeug
BMZ: Brandmeldezentrale FwA: Feuerwehranhänger
BOS: Behörden und Organisationen GL: Gelenkmast
mit Sicherheitsaufgaben GTLF: Großtanklöschfahrzeug
CSA: Chemieschutzanzug GW: Gerätewagen
DLRG: Deutsche Lebensrettungsgesellschaft GWG: Gerätewagen Gefahrgut
EL: Einsatzleiter HLF: Hilfeleistungslöschfahrzeug
FEZ: Feuerwehr-Einsatzzentrale HTLF: Hilfeleistungstanklöschfahrzeug
FF: Freiwillige Feuerwehr ITH: Intensiv-Transporthubschrauber
FME: Funkmeldeempfänger Kdow: Kommandowagen
FMS: Funkmeldesystem KlaF: Kleinalarmfahrzeug
FR: First Responder KTW: Krankentransportwagen
FuG: Funkgerät KW: Kranwagen
FW: Feuerwache LF: Löschfahrzeug
Fw: Feuerwehr MTB: Motorboot
FwDV: Feuerwehrdienstvorschrift MTW: Mannschaftstransportfahrzeug
GF: Gruppenführer MZB: Mehrzweckboot
ILS: Integrierte Leitstelle MZF: Mehrzweckfahrzeug
KatS: Katastrophenschutz NAW: Notarztwagen
KBI: Kreisbrandinspektor NEF: Notarzteinsatzfahrzeug
KBM: Kreisbrandmeister RTB: Rettungsboot
KBR: Kreisbrandrat RTH: Rettungshubschrauber
Kdt: Kommandant RTW: Rettungstransportwagen
ME: Melder RW: Rüstwagen
öEL: Örtlicher Einsatzleiter SLF: Schaumlösch- / Sonderlöschfahrzeug
PA: Pressluftatmer (Atemschutz) SW: Schlauchwagen
POL: Polizei TLF: Tanklöschfahrzeug
RD: Rettungsdienst TroTLF: Trockentanklöschfahrzeug
SFS: Staatliche Feuerwehrschule TSA: Tragkraftspritzenanhänger
ST: Schlauchtrupp TSF: Tragkraftspritzenfahrzeug
THW: Technisches Hilfswerk TSF-W: Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank
TS: Tragkraftspritze ULF: Universallöschfahrzeug
WT: Wassertrupp VRW: Vorausrüstwagen
ZF: Zugführer VSA: Verkehrssicherungsanhänger
ZS: Zivil- und Bevölkerungsschutz WLF: Wechselladerfahrzeug
  ZB: Zubringerlöschfahrzeug

 

Alarm - Wie wird die Feuerwehr alarmiert?
Die Feuerwehr Ebenhausen wird pro Jahr zwischen 30- und 50-mal alarmiert. Die wenigsten Alarmierungen sind heute „laut“, also Sirenen-Alarmierungen. Ausgelöst wird ein Alarm nach der Meldung eines Schadensereignisses über den Notruf 112 bei der Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) in München.
 
Die Art der Alarmierung hängt vom Einsatzbild und der Tageszeit ab. Es wird also unterschieden ob z.B. unmittelbare Gefahr für Leib und Leben besteht bzw. eine signifikante Ausbreitung einer Gefahr zu erwarten ist, oder es lediglich um Maßnahmen geht die ohne Zeitdruck abzuarbeiten sind. Darüber hinaus geht es darum wie viele Einsatzkräfte benötigt werden. Die Alarmierung der Kräfte geschieht nach Eingang der Meldung automatisiert über einen Einsatzleitrechner. Gleichzeitig mit der Alarmierung geht im Gerätehaus ein Alarm-Fax mit Einsatzdetails ein. Die Details daraus werden dann auf einem Bildschirm ausgegeben.
 
Die Einsatzkräfte in Ebenhausen können über drei mögliche Alarmgebungsverfahren  alarmiert werden.
 
Im Ort sind auf drei Gebäuden sogenannte Motorsirenen installiert. Sie werden von der Feuerwehr Einsatzzentrale per Funk angesteuert. Die Sirene wird automatisch ausgelöst wenn ein kritisches Einsatzbild vorherrscht, oder auch zu Tageszeiten, zu denen wenige Einsatzkräfte zu erwarten sind.
Wenn also die Sirene geht, ist i.d.R. jemand in einer Notlage.
 
Jeder aktive Feuerwehrdienstleistende im Ort ist mit einem tragbaren Funkmeldeempfänger (FME) ausgestattet. Er wird im erweiterten Ortsbereich mitgeführt um eingehende Alarmmeldungen zu empfangen. Die FME werden ebenfalls per Funk ausgelöst und sind mit verschiedenen „Alarm-Kanälen“ (Schleifen) belegt, um gezielt Einsatzkräfte abzurufen (z.B. Kleineinsatz oder First Responder).
 
3. SMS-Alarmierung
Die Kommandanten erhalten im Einsatzfall gleichzeitig zur Alarmierung der Sirene oder FME eine Einsatz SMS auf ihr Handy um bereits bei der Anfahrt einen planerischen Zeitvorsprung zu erhalten. Alle Einsatzkräfte bekommen eine kurz-Abschrift des Einsatzfax als SMS auf Ihr Handy.
 
Probealarm:
Die Sirenen im Ortsbereich werden jeden ersten Samstag im Monat um 12:00 für einen Probealarm ausgelöst. Im Nachbarlandkreis Bad Tölz – Wolfratshausen um 11:15. Die FME bekommen ihren Probealarm jeden Donnerstag um 19:00.
 
Unsere Bitte an Sie:
Egal ob still oder laut alarmiert wird, es liegt ein Notfall vor und für die Kräfte der Feuerwehr ist Eile geboten. Bitte beachten Sie deshalb auch unsere Hinweise „Freihalten von Rettungswegen“ in der gleichen Rubrik.
Feuerlöscher - Der richtige Umgang

Durch vorbeugende Maßnahmen kann man Brände im Haus zwar weitestgehend ausschließen, aber nicht ganz verhindern. Jedes Feuer hat, bedingt durch die Vielzahl brennbarer Stoffe, seine eigenen chemischen Prozesse und Vorgänge. Deshalb gibt es keinen Universalfeuerlöscher für jeden Brand. Für jede Brandklasse muss der entsprechende Feuerlöscher genutzt werden. Auf Ihrem Löscher sind die Brandklassen abgebildet, die Sie damit löschen können.

Die richtige Handhabung:

(Quelle: Gloria GmbH)

Grillen - Sicher brutzeln

Grillen im Freien, sei es im Garten oder an einem der zahlreichen öffentlichen Grillplätze, ist ein beliebtes und  gemütliches Sommervergnügen. Damit es das auch bleibt und nicht zum Gefahrenherd wird, sollten einige Regeln beachtet werden:

Halten Sie Kinder vom Grill fern!

Spritzen Sie niemals brennbare Flüssigkeiten in einen Grill!

Löschen Sie einen Grill niemals mit Wasser!

Stellen Sie den Grill nie in die Wohnung oder abgeschlossene Räume!

 

Achten Sie beim Aufstellen des Grills auf einen festen Standplatz und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien.

Transportieren Sie den Grill nicht, wenn er in Betrieb ist.

Beachten Sie die Windrichtung. Vergewissern Sie sich, dass keine Funken und Glut vom Wind verweht werden. Der Betreiber des Grills ist für Folgeschäden verantwortlich.

Behalten Sie den Grill immer im Auge und halten Sie immer eine Löschdecke, einen Eimer Sand oder einen Pulverlöscher bereit. Löschen Sie ihn nicht mit einem Eimer Wasser. Der hierbei entstehende Wasserdampf kann zu Verbrühungen führen.

Kinder können Gefahren, wie z.B. Hitze, Stichflammen und Fettspritzer, beim Grillen nicht einschätzen, halten Sie sie daher fern.

Verwenden Sie nur handelsübliche Grillanzünder mit GS oder DIN Kennzeichnung. Keinesfalls "Brandbeschleuniger" wie Benzin oder Spiritus, sonst kommt es zu einer blitzartigen Verpuffung. Resultat sind schwerste Verbrennungen.

Achten Sie bei Verwendung eines Gasgrills unbedingt darauf, dass die Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch nicht der Hitze ausgesetzt ist. Austretendes Gas ist brandgefährlich.

Entsorgen Sie die Grillkohle erst, wenn diese vollständig erkaltet ist. Schütten Sie Glut nicht zum Abkühlen auf den Boden oder auf den Kompost. Brand- und Verletzungsgefahr.

Sollte es dennoch beim Grillen zu Brandverletzungen kommen, kühlen Sie diese sofort mit viel Wasser, bis spürbare Schmerzlinderung eintritt. Decken Sie die Wunde dann möglichst keimfrei ab, und begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung.

(Quelle: Feuerwehr Berlin)

Helfen - Das kann ich für die Feuerwehr tun?

Als Bürger unserer Gemeinde können Sie uns gleich doppelt helfen.

1. Indirekte Hilfe

Für Ihre Feuerwehr ist es am besten wenn sie nicht ausrücken muss. Natürlich können nicht alle Ereignisse verhindert werden die letztlich dazu führen, dass die Ortsfeuerwehr zu Hilfe gerufen werden muss. Dennoch helfen Sie uns am Besten, indem Sie auf sich, Ihre Mitmenschen und die Umwelt acht geben. Beachten Sie z.B. die üblichen Regeln zum vorbeugenden Brandschutz, Vorschriften im Straßenverkehr oder Sicherheitshinweise bei der Benutzung von Geräten im Haushalt. Und, sprechen sie mit Ihren Kindern darüber.

Einige wichtige Tipps haben wir weiter unten in der Rubrik Bürgerinfo für Sie zusammen gestellt.

2. Direkte Unterstützung

Im Einsatz: Folgen Sie immer unseren Anweisungen, sorgen Sie für freie Fahrt der Feuerwehr und Rettungsdienste und geben Sie uns Raum zum Arbeiten. Mehr dazu in gleicher Rubrik unter "Freihalten von Rettungswegen".

Selber mitmachen: Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten.

Spenden: Nachdem vor längerer Zeit die Feuerschutzabgabe weggefallen ist, sind Einsätze -sofern es nicht um Lebensrettende Maßnahmen geht- kostenpflichtig geworden. Dennoch stellt der Unterhalt der Feuerwehren eine enorme finanzielle Belastung für die Gemeinden dar. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Finanzmittel wird von engagierten Bürgern oder Firmen direkt an die Feuerwehren gespendet. Diese Spenden werden zweckgebunden in Ausrüstungsgegenstände reinvestiert. Wie wir investieren können sie zum Beispiel hier erkennen.

Wenn Sie uns auch finanziell unterstützen wollen, können Sie Ihre Spende gegen eine Spendenquittung auf unserem Konto einzahlen.

Wir bedanken uns recht herzlich dafür.

Freiwillige Feuerwehr Ebenhausen-Schäftlarn e.V.
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
IBAN: DE67 7025 0150 0560 5082 02
BIC: BYLADEM1KMS  
Bankleitzahl: 702 501 50
Kontonummer: 560 508 202
KATWARN – Bevölkerungswarnung per Smartphone

Bei Gefahren oder gar Katastrophen werden die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises München künftig direkt per Smartphone oder Handy gewarnt. Über die App „Katwarn“, die jeder Besitzer eines Smartphones mit Android, iOS oder Windows Mobile kostenlos installieren und nutzen darf, gelangen Warnmeldungen auf Bundes-, Landes-, Kreis- und kommunaler Ebene direkt zu den Betroffenen.

Jedes Smartphone ermittelt laufend anhand von Mobilfunksendeanlagen und drahtlosen Netzwerken seine Position, mit aktiviertem GPS-Modul sogar noch etwas genauer. Das deutschlandweite Warnsystem Katwarn fasst alle Warnmeldungen der Behörden und Wetterdienste zusammen und sendet sie in Abhängigkeit vom Standort des Anwenders an das Smartphone. Das heißt, dass jeder Anwender nur die Warnmeldungen erhält, die ganz konkret für ihn gelten. Damit kann der Anwender sicher sein, dass „wirklich etwas passiert ist“, wenn sein Smartphone Alarm schlägt.

Mit der Nutzung eines Smartphones als Warnmedium nutzt Katwarn das am häufigsten mitgeführte elektronische Gerät: Die meisten Deutschen führen das Smartphone oder Handy immer mit sich, mehr als jedes andere elektronische Gerät. Aufgrund der großen Übertragungsbandbreite kann Katwarn nicht nur mitteilen, dass es eine Gefahr gibt, sondern auch, was die Betroffenen unternehmen können.

Dabei ist Katwarn so intelligent, dass es nicht nur den aktuellen Aufenthaltsort berücksichtigt, sondern auch bis zu sieben vom Anwender definierte Orte. Man kann das Warnsystem also auch auf die Adressen von Angehörigen erweitern, die kein Smartphone nutzen, und diese dann herkömmlich via Telefonanruf verständigen und warnen.

Großbrand – Warnung des Landkreises München,
gültig ab sofort, Fenster und Türen schließen

Nur Bürgerinnen und Bürger, die sich im betroffenen Bereich aufhalten oder ihn – auch nach Auslösung des Alarms – betreten, erhalten eine solche Warnmeldung. Damit ist sichergestellt, dass niemand mit unnötigen Warnungen belästigt und beunruhigt wird. In besonderer Weise hilft Katwarn auch gehörlosen Menschen, die von Sirenenwarnungen oder Radiomeldungen nicht erreicht werden. Der Vibrationsalarm des Smartphones stellt sicher, dass auch sie vor Gefahren geschützt werden.

Warnungen auf kommunaler und Kreisebene werden von der rund um die Uhr besetzten Feuerwehreinsatzzentrale des Landkreises München im Landratsamt München ausgelöst. Zusätzlich werden Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes DWD für Anwender im Landkreis München eingespeist und gesendet.

Katwarn erkennt den Standort des Anwenders und aktualisiert in Abhängigkeit davon die Warnmeldungen.

Katwarn erkennt den Standort des Anwenders und aktualisiert in Abhängigkeit davon die Warnmeldungen.

Katwarn bietet unter anderem die folgenden Warnungen: Bombenfund, Chemieunfall, Deichbruch, Explosion, Extremwetter, Flugzeugabsturz, Gasleitungsdefekt, Großbrand, Hochwasser, Kerntechnischer Störfall, Pandemie, Schadstoffunfall Küste, Sonderfall, Stromausfall, Sturmflut, Trinkwasserunfall, Waldbrand und Zugunfall. Je nach Gefährlichkeit werden die Statusmeldungen in verschiedenen Farben angezeigt: Reine Informationen in türkis, Warnungen in rot und Warnungen vor extremer Gefahr in lila.

Aktuell werden folgende Smartphones unterstützt: iPhones ab iOS 5, Android-Geräte ab 2.3.3 und Windows Phones ab Betriebssystemversion 8.1. Damit werden fast alle heute verwendeten Smartphones abgedeckt, auch ältere Geräte.

Sollten Sie ein älteres Gerät nutzen, können Sie sich via SMS und E-Mail warnen lassen. Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:

Für Warnungen nur per SMS senden Sie eine SMS an die Rufnummer 0163-7558842 mit folgendem Inhalt:
KATWARN 12345

Für Warnungen per SMS und EMail senden Sie eine SMS an die Rufnummer 0163-7558842 mit folgendem Inhalt:
KATWARN hans.mustermann@test.de 12345

Um den SMS-Versand zu beenden, senden Sie eine SMS an die Rufnummer 0163-7558842 mit folgendem Inhalt:
KATWARN AUS

Anstelle der Ziffernfolge 12345 verwenden Sie bitte die Postleitzahl des gewünschten Gebiets und statt der angegebenen Email-Adresse setzen Sie natürlich Ihre eigene ein.

Hier finden Sie eine ausführliche Broschüre von Katwarn zum Download.

Katwarn wurde am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) im Kompetenzzentrum Electronic Safety and Security Systems (ESPRI) entwickelt. Die Unterhaltskosten tragen die öffentlich-rechtlichen Versicherer, in Bayern ist das die Versicherungskammer Bayern.

Küche - Schwerpunkt der Brandentstehung
Die häufigste Brandursache in der Küche ist auf dem Herd vergessenes Essen. Noch weitaus gefährlicher ist jedoch eine Fettexplosion. Sie mögen jetzt vielleicht denken “Explosion klingt so gewaltig, bei mir kann eigentlich nichts explodieren”. Jedoch wird allzu oft unterschätzt, dass sich erhitztes Fett in der Pfanne oder in der Fritteuse ab einer bestimmten Temperatur selbst entzündet.

Meist wird versucht, die noch relativ kleine Flamme mit Wasser zu löschen, doch dies ist der schwerwiegendste Fehler, den man machen kann! Es kommt zur Fettexplosion.

Fettexplosion
Fettexplosion mit einem Glas Wasser auf 1 Kg brennendes Fritteusenfett

In einer Wohnung hätte diese Fettexplosion mit großer Wahrscheinlichkeit zur kompletten Zerstörung der Küche oder gar der ganzen Wohnung geführt. Vom Personenschaden einmal abgesehen.

Wie kommt die Fettexplosion zustande?

Beim Eindringen des Wassers in tiefere Schichten von brennendem Fett oder Öl kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers (aus einem Liter Wasser werden 1.700 Liter Wasserdampf!). Dadurch wird das brennende, flüssige Fett eruptionsartig aus dem Behälter herausgeschleudert.

Durch das entstehende Verhältnis zwischen Fettteilchen und Luft (“günstiges” Mischungsverhältnis zwischen brennbaren Stoff und Sauerstoff) kommt es zu einer explosionsartigen Verbrennung und einer entsprechenden Drucksteigerung.

Diese Explosionen können für einen Menschen, der sich in unmittelbarer Nähe befindet, tödlich enden.

  • Deswegen bei Fettbränden immer einen Deckel oder anderen abdeckenden Gegenstand verwenden, um das Feuer damit zu ersticken!
  • Ein weiteres sinnvolles Löschmittel für den Hausgebrauch ist die Löschdecke, die in der Nähe des Herdes griffbereit aufbewahrt wird.

 

  • (Quelle FF Unterföhring)
Rauchmelder - Retten Leben

Die Gefahr die von Brandrauch ausgeht ist nie zu unterschätzen. Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Übrigens: die Rauchmelderpflicht gilt in Bayern seit 2013. 

 

Brandtote sind Rauchtote

Fast alle Brandtoten fallen nicht den Flammen, sondern den giftigen Rauchgasen zum Opfer, die während der Schwelbrandphase entstehen. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid – schon wenige Lungenfüllungen Kohlenmonoxid sind tödlich.

Wenn der Geruchssinn schläft

Die meisten Brandopfer – 70% – verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Denn tagsüber kann ein Feuer meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.

Rauchmelder retten Leben

Heimrauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.

Ratgeber für Eltern

Laut Landesfeuerwehrverband Bayern sind fast ein Drittel aller Brandopfer Kinder. Als Erwachsene sollten Sie Kinder darum spielerisch auf das richtige Verhalten im Brandfall vorbereiten. Und, installieren Sie Rauchmelder in den Kinderzimmern, um damit wie im aktuellen Video der Initiative "Rauchmelder retten Leben" das Schlimmste zu verhindern.

Üben Sie das Verhalten im Ernstfall

Kennen Sie immer Ihre Rettungswege. Auch in Hotels oder fremden Wohnungen und Gebäuden. Niemals weglaufen oder verstecken, sondern Hilfe rufen, also 112 wählen und deutlich sprechen (Name, wer ist in Gefahr, was brennt, Adresse etc. lässt sich gut mit einem Kindertelefon üben). Beim Verlassen der Wohnung alle Türen schließen, durch die man läuft.
Bei starkem Rauch ein – wenn möglich nasses – Tuch vor Mund und Nase halten und am Boden kriechen. Wenn man die Wohnung nicht verlassen kann, in einem Zimmer bleiben, die Tür schließen und am Fenster um Hilfe rufen und warten.
Niemals aus Angst aus dem Fenster springen.

So leicht installiert man Rauchmelder

Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern. Ganz nach Ihrer Wohnsituation können Sie mit mehreren Geräten einen optimal erweiterten Schutz erreichen. Als Richtlinie für den Mindest- und den erweiterten Schutz finden Sie hier als Beispiele eine Kleinwohnung, eine 3-Zimmer-Wohnung und ein mehrstöckiges Wohnhaus.

Darauf sollten Sie achten:

Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:

Befestigen Sie Rauchmelder…

  • immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt,
  • an der Decke in der Raummitte, bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt,
  • nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft.
  • nicht in der Dachspitze,
  • nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht (Bad, Wirtschaftsgebäude).

Rauchmelder in einer 3-Zimmer-Wohnung

Positionen für Rauchmelder in der Wohnung

 Für den Mindestschutz installieren Sie einen Rauchmelder in möglichst zentraler Position, normalerweise im Flur sowie im Schlaf- und Kinderzimmer. Optimalen Schutz erzielen Sie mit je einem Rauchmelder pro Zimmer und Flur. Ausnahme: Räume, in denen Wasserdampf oder eine hohe Staubbelastung vorkommen.

Rauchmelder in einem mehrstöckigen Haus

Positionen für Rauchmelder im Haus

 Für den Mindestschutz installieren Sie einen Rauchmelder pro Stockwerk in möglichst zentraler Position, normalerweise im Flur sowie im Schlaf- und Kinderzimmer. Optimalen Schutz erzielen Sie, indem Sie jedes Zimmer und den Flur in jedem Stockwerk mit je einem Rauchmelder ausrüsten. Dabei sollten Keller und Dachboden nicht vergessen werden.

Kleine Helfer mit großer Wirkung

Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Hochwertige Rauchmelder mit VdS-Zeichen funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren. Bevor die Batterie ausgetauscht werden muss, ertönen bei diesen Geräten rechtzeitig Warnsignale.

Nur Qualitätsprodukte retten Leben

Im Elektrofachhandel, bei Sicherheitsunternehmen oder bei Brandschutzfirmen erhalten Sie nicht nur Qualitätsprodukte, sondern auch kompetente Beratung für den richtigen Umgang mit Rauchmeldern. Verwenden Sie nur optische Rauchmelder, die folgende Merkmale erfüllen:

  • VdS-Prüfzeichen
  • batteriebetrieben
  • mit Warnfunktion bei Nachlassen der Batterieleistung
  • mit Testknopf zur Funktionsüberprüfung
  • Rauch kann von allen Seiten gut in den Melder eindringen

(Quelle: FF Unterföhring)

Rettungskarten - Lebensretter auf Papier
Beispiel Rettungskarte
Im Notfall zählt bei der Personenrettung jede Sekunde. Gerade bei schweren Autounfällen hat die Feuerwehr wenig Zeit, um verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu befreien.

Deshalb brauchen die Rettungskräfte umfassende Informationen über das verunglückte Auto. Sie müssen wissen, wo sich Batterien, Airbags, Tanks oder elektrische Bauteile (z. B. bei Hybridfahrzeugen) befinden. Außerdem brauchen Sie dringend Hinweise, wo das Fahrzeug gefahrlos und schnell geöffnet werden kann um den Verletzten zu befreien. Gerade bei neuen, schweren Fahrzeugen wie SUVs ist dies wichtig um keine Zeit zu verlieren.

Ihre Aufgabe als Fahrzeughalter:

1. Suchen Sie die passende Rettungskarte für Ihr Fahrzeug auf den Internetseiten von DEKRAADAC oder dem Hersteller Ihres Fahrzeugs.

2. Drucken Sie die Rettungskarte Ihres Fahrzeuges in Farbe aus, damit Problembereiche klar erkennbar sind.

3. Befestigen Sie die Rettungskarte hinter der Fahrer-Sonnenblende, denn dieser Ort wurde für Rettungskräfte  international vereinbart. Falten Sie sie vorher mit der bedruckten Seite nach innen, um ein Ausbleichen zu verhindern. 

4. Einen Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ am linken oberen oder unteren Rand der Windschutzscheibe anbringen. Den Aufkleber gibt es bei ADAC oder DEKRA.

Rettungswege - Betrifft mich das?

Es ist Ihr Rettungsweg 

Die Feuerwehr Ebenhausen rückt etwa vier Minuten nach einem Alarm aus und ist innerhalb von sechs bis acht Minuten im Ortsbereich am Einsatzort. Sind Straßen oder Zufahrten "zugeparkt", müssen wir mit unserem schweren Gerät zurücksetzen, rangieren und einen u.U. größeren Umweg nehmen. Wertvolle Zeit geht verloren, die unsere schnelle Hilfe verzögert, den Einsatzerfolg vereitelt und im schlimmsten Fall sogar Menschenleben kosten kann. Spätestens dann werden die Verursacher der Behinderung ermittelt und strafrechtlich verfolgt.

       Unterflurhydrant    

Hier setzt unsere Bitte an:

Denken Sie beim Abstellen Ihres Fahrzeugs immer daran, dass auch Sie oder Ihre Angehörigen durch Zuparken von Straßen, Wegen, Einfahrten oder Hydranten selbst gefährdet werden können. Es ist Ihr Rettungsweg!

Parken Sie stets so, dass ein größerer LKW immer noch durchfahren kann. Insbesondere das versetzte Parken an beiden Straßenseiten führt bei schmalen Straßen immer wieder zu großen Problemen.

Stellen Sie Ihr Fahrzeug nie, d.h. auch nicht kurzfristig in gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten oder Rettungswegen oder im Halteverbot ab. Wir kommen immer überraschend und ungeplant.

Parken Sie nicht auf Unterflurhydranten oder direkt vor Überflurhydranten. Wir verlieren Zeit, müssen weitere Strecken zur Wasserförderung zurück legen oder Ihr Fahrzeug gewaltsam entfernen.

Haben Sie Verständnis für Angehörige der Feuerwehr, die mit ihrem Privatfahrzeug -schneller als üblich- nach der Alarmierung zum Gerätehaus fahren. Manche davon erkennen Sie durch Dachaufsetzer "Feuerwehr im Einsatz".

Bilden Sie bei Verkehrsunfällen eine Rettungsgasse. Auch im Stau immer so fahren, dass Sie eine Rettungsgasse bilden können. Eine Rettungsgasse zu bilden ist kinderleicht.

         

Während eines Laufenden Einsatzes bitten wir ebenfalls um Ihr Verständnis:

Halten Sie bei einem Unglücksfall genügend Sicherheitsabstand zu den Lösch- und Rettungsmannschaften. Behindern Sie deren Arbeit nicht. Halten Sie sich an Umleitungen und Absperrungen. Beachten Sie unbedingt die Anweisungen von Feuerwehrangehörigen, denn bei unseren Einsätzen gibt es oft Gefahren die Sie als Bürger nicht gleich erkennen können.

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe
Waldbrand - Ein Funke genügt

Angesichts der durch den Klimawandel zu erwartenden steigenden Anzahl extremer Wetterereignisse (Trockenperioden, Blitzschläge) ist zukünftig auch für Bayern mit einer erhöhten Waldbrandgefahr zu rechnen. Dennoch ist der Mensch dabei nach wie vor der häufigste Auslöser.

Wie entstehen Waldbrände?

Für die Entstehung eines Feuers sind drei Faktoren notwendig: Sauerstoff, Brennmaterial und Hitze. Fehlt einer davon, erlischt das Feuer. Insbesondere Nadelholzbestände (Kiefer) auf trockenen Standorten sind gefährdet. Trifft ein Auslöser (z. B. eine weggeworfene Zigarette) auf entsprechende Bedingungen, kann ein Brand ausgelöst werden. Die brandgefährlichste Zeit ist das Frühjahr, wenn das dürre Gras noch nicht von frischem Grün überwachsen wird. Von Ende Juni bis Anfang September kann bei anhaltend heißem Wetter und sommerlicher Trockenheit ebenfalls erhöhte Gefahr bestehen.

Waldbrandfrüherkennung:

Zur Abschätzung der jeweils herrschenden Feuergefahr gibt der Deutsche Wetterdienst von 1. März bis 31. Oktober tagesaktuelle Waldbrandgefahrenkarten heraus.

Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes

Bei erhöhter Waldbrandgefahr beachten Sie bitte folgende Hinweise:

- In den Wäldern gilt für Waldbesucher Rauchverbot vom 1. März bis 31. Oktober.

- Werfen Sie beim Autofahren keine Zigarettenkippen aus dem Fenster.

- Entzünden Sie im Wald oder in Waldnähe (bis 100 m) kein offenes Feuer.

- Parken Sie Ihren PKW nicht auf trockenem Gras, da es sich am heißen Katalysator entzünden kann.

- Melden Sie Waldbrände mit möglichst genauer Ortsangabe sofort an die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112.

- Parken Sie stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge bei ihrem Einsatz nicht behindert werden.

- Bringen Sie sich, gegen den Wind gehend, in Sicherheit. 

Informationsmaterial:

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutzung Katastrophenhilfe hat eine hilfreiche Broschüre zum Thema Waldbrände -Vorbeugung und Selbsthilfe - heraus gegeben.

Download

 

Quelle: StMELF Bayern

Wildes Wasser - Gefahren in Isar und Isar-Kanal

Mehrmals im Jahr rücken die Einsatzkräfte der Feuerwehr des DLRG und der Wasserwacht zur Personenrettung oder -suche zu Isar oder Isarkanal aus. Die Feuerwehr Ebenhausen leistet diesen Dienst zusammen mit anderen Kräften südlich und nördlich der Dürnsteiner Brücke im Kloster Schäftlarn.

Die Isar -"die Reissende"- wird regelmäßig von Erholungssuchenden unterschätzt. Nicht nur bei Hochwasser. Bei Einsatzkräften und Experten entsteht der Eindruck, dass das Gewässer gerade von unkundigen Schlauchbootfahrern mit einer Event-Arena mit eingebauter Sicherheit gleichgesetzt wird. Dass dies falsch ist, zeigen die tödlichen Unfälle auch vermeintlich "guter Schwimmer".

Ein paar Tipps für Sie: 

- erkundigen Sie sich vor einer Bootsfahrt immer nach Wetterlage, Wasserstand und Fließgeschwindigkeit. Bedenken Sie, dass die Pegel durch Schleusenöffnung oder vorangegangenen Starkregen innerhalb von Minuten stark ansteigen können. Pegelstand Isar

- ist der Wasserstand hoch und das Wasser nach Starkregen bräunlich gefärbt und schlammig, hat auch die Fließgeschwindigkeit des Flusses bereits stark zugenommen. Die Gefahr die von der starken Strömung, sowie von Treibholz und nicht mehr sichtbaren Hindernissen ausgeht, ist jetzt enorm. Spätestens dann sollten man weder Baden noch Schlauchbootfahren.

- nicht nur im natürlichen Flussbett lauern Gefahren. Insbesondere überall wo Künstliche Bauten wie z.B. Schleusen, Wehre oder Engstellen im Wasserlauf verbaut sind, steigt die Gefahr durch unsichtbare Wasserwalzen, Strudel, erhöhte Fließgeschwindigkeit oder Einklemmen bzw. Hängenbleiben an technischen Bauteilen. Diese Bereich sind zum Schwimmen oder Befahren ungeeignet und u.U. tödlich.

- fahren oder schwimmen Sie nicht in Bereiche des Gewässers die mit Verbotsschildern ausgewiesen sind. Nutzen Sie zum Umsetzen Ihres Bootes vor Wehren ausschließlich die ausgeschilderten Bereiche.

- Ein Wildfluss wie die Isar führt Treibholz mit sich, ist an den Rändern bewachsen und hält Untiefen wie z.B. Felsen bereit. Ein Anstoßen, Kentern, über Bord gehen oder das Aufreißen billiger Schlauchboote ist bereits bei wenig Wasser möglich.

- Befahren Sie die Isar oder den Kanal nur mit geprüften und geeigneten Qualitätsschlauchbooten.

- Kinder und ungeübte Schwimmer tragen geeignete Schwimmwesten, bei höherem Wasserstand alle Bootsfahrer. Neopren- oder Badeschuhe mitnehmen. Erste Hilfe Set nicht vergessen. Handy in eine wasserdichte Hülle packen. Wechselkleidung und Sonnenschutz.

- Achten Sie auf andere Schwimmer oder Bootsfahrer und ziehen Sie die teils enormen Unterschiede zwischen Luft- und Wassertemperatur in Betracht.

Und zu guter Letzt:

- halten Sie stets die Rettungswege zu Isar und Kanal frei.

- nehmen Sie Ihren Abfall wieder mit.

Viel Spaß auf der Isar.

 

Bildquelle: Feuerwehr